B(m): Höhen und Tiefen beim Auswärtsspiel in Milbertshofen

Eine unerwartet ausgeglichene Anfangsphase bekamen die Zuschauer beim Aufeinandertreffen des TSV Milbertshofen und der männlichen B-Jugend  des BHC Königsbrunn in München zu sehen. Eigentlich hatte man sich unter der Woche gut auf den eingespielten und durchsetzungsstarken Rückraum und die 6:0-Deckung der Gastgeber vorbereitet. Jedoch setzten die Brunnenstädter die Vorgaben ihres Trainers nur im Angriff um. So erspielten sich die Gäste zwar geduldig viele schöne Torchancen, welche aber gerade in der Anfangsphase noch leichtfertig vergeben wurden. In der Abwehr allerdings fehlte über weite Strecken die Absprache zwischen den Spielern und vor allem aber der unbedingte Wille, den Gegner am Torwurf zu hindern. So stand es nach acht gespielten Minuten leistungsgerecht 5:5 unentschieden. Dann wurde die Abwehr etwas sicherer und im Angriff konnten die Chancen konsequenter genutzt werden. Die Rückraumachse Mörchen, Dornmair und Daniel Neuberger schlossen ihre gespielten Angriffe druckvoll ab und sorgten somit für einen sicheren 13:21-Halbzeitstand.

Nach ein paar Korrekturen in der Kabine und einer stark geänderten Anfangsformation kam der Angriff zwar erst etwas ins Stottern, aber die Abwehr wurde kurzzeitig stabiler. Dadurch setzten sich die Königsbrunner zur Mitte der zweiten Halbzeit mit 17:28 ab. Sehr erfreulich war, dass Marco Pirog sich dabei für seinen Ehrgeiz im Training mit drei wunderschönen Toren von  links außen belohnte. Danach wurden aber leider wieder hochkarätigste Chancen leichtfertig vergeben und  die Abwehr ließ wieder deutlich nach. So kamen die Milbertshofener nochmal Tor um Tor zum 26:32-Endstand heran.

Mit der gezeigten Leistung nicht ganz zufrieden trat man dann die Heimreise an, um sich in dieser Woche auf das Spitzenspiel der Liga vorzubereiten. Die Brunnenstädter, aktuell Tabellenzweiter mit 10:0 Punkte und 165:109 Toren, empfangen am kommenden Samstag den Tabellenführer aus Friedberg, welcher aktuell 10:0 Punkte und 140:80 Tore auf seinem Konto hat. (Ein separater Vorbericht dazu folgt…)

Nachtrag:

Es gab bei allen Höhen und Tiefen des Spiels aber auch ein echtes Highlight in der Partie. Mit dem Pausenpfiff wurde dem BHCK in einer Situation, für die es auch gerne einen Siebenmeter hätte geben können, ein direkter Freiwurf zugesprochen. Unser Simon nahm sich den Ball, die Abwehr stellte sich auf, der Freiwurf wurde freigegeben und Simon zimmerte den Ball ins kurze Eck. Der folgende Torjubel wurde dann aber vom Schiedsrichter unterbunden. Ein Abwehrspieler hatte sich vom Kreis wegbewegt. Somit ließ er den Freiwurf trotz Torerfolges wiederholen. Also das ganze Spiel von vorn. Und was soll man sagen, Simon legte den Ball halb als Wurf halb als Heber ins lange Eck und der Torjubel begann aufs Neue. Selbst der Schiedsrichter wirkte erleichtert und zollte Simon Respekt, dass er den Ball auch beim zweiten Versuch im Tor versenkt hatte. Schön war´s!