A(m): Verkauft sich unter Wert

Im Auswärtsspiel beim VSC Donauwörth gab es für die männliche A-Jugend des BHC Königsbrunn erstmals im Jahr 2018 keine Punkte. Bei der 27:22 Niederlage war man den Gastgebern von der Donau am vergangenen Samstag oft einen Schritt hinterher und musste bereits nach einer katastrophalen Anfangsphase alle Siegchance begraben.
Es waren wieder einmal nicht die besten Voraussetzungen, unter denen man die auch im Vorfeld schon als schwere Aufgabe eingeschätzte Partie in Donauwörth anging. Mit Markus und Niklas fielen krankheitsbedingt zwei Spieler ganz kurzfristig aus, und so brachte man wieder nur eine magere Anzahl von 8 Spielern aufs Spielprotokoll. Dennoch darf dies keine Entschuldigung für das Auftreten vor allem in den ersten Minuten sein. Obwohl klare taktische Vorgaben in der Kabine besprochen worden waren, schaffte es die Mannschaft nicht, diese vor allem in der Abwehr nur ansatzweise umzusetzen.
Dazu ließ man sich von zwei, drei unglücklichen Abschlüssen im Angriff entmutigen, so dass nach fünf gespielten Minuten beim Zwischenstand von 5:0 für Donauwörth alle Köpfe bereits nach unten hingen. Die notwendige Auszeit rüttelte zwar alle wach, doch tat man sich auch weiterhin schwer, ins Spiel zu kommen. Immerhin konnte man den Rückstand nun zunächst stabilisieren (8:4, 12:7), doch gefährlich nah kamen die BHC-Jungs ihrem Gegner zu keinem Zeitpunkt.
Dazu spielte man im Angriff nicht zwingend genug, ging zu früh in die Abschlüsse oder versuchte es mit dem Kopf durch die Wand. Wenn man außerdem noch gute Chancen von Außen und aus Tempogegenstößen liegen lässt, dann macht man es Mannschaften wie Donauwörth leicht, ein lockeres 16:8 mit in die Halbzeit zu nehmen. Auch nach der Pause lief es nicht besser. In der Abwehr immer einen Schritt zu weit weg vom starken VSC Kreisläufer und im Angriff zu oft zweiter Sieger gegen den gut haltenden Keeper der Gastgeber, die Brunnenstädter verkauften sich weiter unter Wert.
Erst in den letzten 15 Spielminuten schien sich eine Blockade zu lösen. Schade nur, dass da beim 24:14 schon alles entschieden war und so bis zum Endstand von 27:22 nicht mehr als Ergebniskosmetik möglich war. Aber immerhin konnten Timo und Co so das Spielfeld doch noch mit einem positiven Erlebnis und erhobenen Hauptes verlassen.